wendezeit

herrlich am gipfel
zu wissen
es geht nur noch abwärts


ins tal
wo die zeit längst ausgeht
gerade noch
für geschäfte reicht

die straßen tragen neue namen
niedergang desaster armut


hier oben gibts kein geschrei
niemand der mich aufwecken will
kein wunder
das mich rettet

doch hier kann ich nicht bleiben
also bergab im losen geröll


wichtig dabei auf die füße zu achten
ich bin nicht allein
auf dem weg nach unten.

 

(aus dem Gedichtband "wie buchstabiert man stille" von Sigune Schnabel und Philipp Létranger

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